Stress lässt sich nicht immer vermeiden. Aber er kann beeinflussen, was wir essen und wie viel. Und womöglich auch, wie der Körper mit Energie umgeht.
Warum Stress das Abnehmen erschweren kann
Eine kleine Studie der Ohio State University deutet auf einen Zusammenhang hin. Die Teilnehmerinnen bekamen eine fettreiche Mahlzeit. Frauen, die am Vortag Stress erlebt hatten, verbrauchten in den Stunden danach etwas weniger Energie als Frauen ohne Stresserlebnis. Ihr Insulinspiegel war zudem höher. Insulin fördert die Speicherung von Energie im Fettgewebe.
Eine einzelne Studie beweist noch nicht viel. Gut bekannt ist aber etwas anderes: Unter Stress greifen viele Menschen eher zu Fettigem, Süßem und Salzigem. Genau dort können Sie ansetzen.
Für stressige Tage vorsorgen
Halten Sie Lebensmittel bereit, die satt machen und Ihnen schmecken: Gemüse, Joghurt, Quark, Eier, Nüsse. Wer in angespannten Phasen etwas Gutes griffbereit hat, weicht seltener auf Chips und Schokolade aus. Planen Sie in vollen Wochen außerdem feste Essenszeiten ein. Wer regelmäßig isst, kommt seltener ausgehungert nach Hause. Genug Schlaf und Bewegung tun in solchen Zeiten zusätzlich gut.
Was bei Entspannung im Körper passiert
„Entspann dich mal“ ist leicht gesagt. Doch Entspannung ist mehr als ein Gefühl. Der Körper reagiert spürbar: Die Gefäße weiten sich, Puls und Blutdruck sinken, die Muskeln lockern sich, die Haut wird wärmer. Wir atmen langsamer, tiefer und gleichmäßiger.
Diesen Zustand kann man üben. Vier Wege, die sich für viele Menschen bewährt haben:
1. Bewegung
Viele Menschen erleben Bewegung als guten Ausgleich zum Stress. Sie lenkt ab, löst Anspannung und tut einer Muskulatur gut, die vom vielen Sitzen ohnehin unterfordert ist. Schwimmen, Radfahren, Wandern und Walking schonen die Gelenke und lassen sich gut allein betreiben.
2. Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training
Das sind zwei der bekanntesten und gut untersuchten Entspannungsverfahren. Bei der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson spannen Sie nacheinander einzelne Muskelgruppen kurz an und lassen wieder los. So nehmen Sie die Entspannung danach deutlicher wahr. Autogenes Training ist ruhiger: Es arbeitet mit kurzen, gleichbleibenden Sätzen und inneren Bildern.
Beides können Sie in einem Kurs lernen oder mit einer Audioanleitung zu Hause üben.
3. Yoga
Yoga verbindet sanfte Dehnungen mit bewusster Atmung. Damit liegt es zwischen Sport und Entspannungsübung. Auch für Einsteigerinnen gibt es passende Kurse. Am Anfang lohnt sich eine Anleitung, damit Sie die Grundlagen richtig lernen.
4. Hobbys
Viele Menschen entspannen am besten bei etwas, das sie gerne tun. Fernsehen zählt nicht. Wann haben Sie sich zuletzt Zeit für ein Hobby genommen? Vielleicht haben Sie früher Klavier gespielt, gemalt oder getöpfert.
Ein Hobby erlaubt es, sich ganz auf eine Sache zu konzentrieren und den Alltag für eine Weile loszulassen. Oft entsteht dabei etwas, auf das man stolz sein kann. Noch eine Idee: ein Tanzkurs zu zweit. Sie bewegen sich und verbringen Zeit miteinander.
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