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Körperanalysewaage: Welche Werte beim Abnehmen zählen

Die Zahl auf der Waage sagt weniger, als viele denken. Was Fettmasse, Muskelmasse, Körperwasser und Co. bedeuten – und welche Werte wirklich zählen.

Körperanalyse-Waage auf hellem Holzboden

Die Zahl auf der Waage sagt weniger, als viele denken. Ob Sie Fett verlieren oder Muskeln, ob nur Wasser schwankt oder sich wirklich etwas tut – das zeigt erst eine genauere Messung.

Auch in der Begleitung durch eine Sanguinum Therapeutin wird regelmäßig mit einer Körperanalysewaage gemessen. Sie arbeitet mit der bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA): Ein schwacher, nicht spürbarer Strom fließt durch den Körper. Aus dem Widerstand schätzt das Gerät, wie sich Ihr Körper zusammensetzt. Hier die wichtigsten Werte im Überblick.

Grunddaten und Gewicht

Damit die Werte richtig eingeordnet werden können, braucht das Gerät Geschlecht, Alter und Größe. Dasselbe Gewicht bedeutet bei einer kleinen Frau etwas völlig anderes als bei einem großen Mann.

Das Körpergewicht kennt jeder. Beim Abnehmen soll es sinken. Für sich allein sagt es aber wenig darüber aus, was Sie verlieren.

Fettmasse

Die meisten Waagen zeigen den Fettanteil in Prozent. Aussagekräftiger für den Verlauf ist die Fettmasse in Kilogramm. Daran sehen Sie direkt, wie viel reines Körperfett Sie verloren haben. Jeder Mensch braucht Fett – der Anteil sollte nur nicht zu hoch sein.

Ziel: Die Fettmasse sinkt mit dem Gewicht und macht den größten Teil der Abnahme aus.

Muskelmasse

Dieser Wert wird oft übersehen und ist besonders wichtig. Wer stark reduziert isst und dabei zu wenig Eiweiß aufnimmt, verliert nach und nach Muskeln. Das Gewicht sinkt zwar, doch die Freude währt meist nicht lange.

Muskeln verbrauchen Energie, auch in Ruhe. Mehr Muskelmasse erhöht den Grundumsatz. Deshalb ist sie eine wichtige Grundlage dafür, das Gewicht später zu halten. Eiweiß trägt zum Erhalt von Muskelmasse bei, Bewegung ebenso.

Ziel: Die Muskelmasse bleibt beim Abnehmen erhalten.

Körperwasser

Viele Menschen trinken zu wenig. Wer seine Ernährung umstellt und endlich ausreichend trinkt, sieht den Wasserwert manchmal zunächst sinken. Das ist kein Grund zur Sorge: Der Wasserhaushalt braucht etwas Zeit, um sich einzupendeln.

Wasser erklärt auch, warum das Gewicht zu Beginn einer Ernährungsumstellung oft schneller sinkt. Leeren sich die Kohlenhydratspeicher, gibt der Körper auch das daran gebundene Wasser ab.

Ziel: ein Wert im Normbereich, der von Alter und Geschlecht abhängt. Trinken Sie in jedem Fall ausreichend, am besten Wasser oder ungesüßten Tee.

Knochenmasse

Schwankt dieser Wert leicht, ist das kein Grund zur Sorge. Es handelt sich um normale Messungenauigkeiten.

Grundumsatz und metabolisches Alter

Der Grundumsatz ist die Energie, die Ihr Körper in völliger Ruhe verbraucht. Er hängt stark von der Muskelmasse ab. Wenn Sie abnehmen, sinkt er etwas, weil weniger Körpermasse versorgt werden muss. Betrachten Sie ihn deshalb immer zusammen mit Gewicht und Muskelmasse. Was durch Bewegung hinzukommt, heißt Leistungsumsatz.

Das metabolische Alter errechnet die Waage aus dem Verhältnis von Wasser, Muskeln und Fett. Es ist kein biologisches Alter, sondern eine Orientierungshilfe. Viele Menschen finden es motivierend, weil es den Verlauf auf einen Blick zeigt.

Viszerales Fett

Viszerales Fett liegt im Bauchraum und umgibt die inneren Organe. Ein gewisser Anteil schützt sie, zu viel davon gilt jedoch als ungünstig. Bauchfett ist zudem hormonell aktiv. Die Waage gibt hierfür keinen Wert in Kilogramm aus, sondern eine Stufe.

Ziel: eine Stufe im Normbereich. Ihre Therapeutin ordnet den Wert für Sie ein.

BMI und Taillen-Hüft-Verhältnis

Der Body-Mass-Index (BMI) setzt Gewicht und Größe ins Verhältnis. Nach der Weltgesundheitsorganisation gilt bei Erwachsenen ein BMI von 18,5 bis unter 25 als Normalgewicht. Der BMI ist bekannt, aber nur begrenzt aussagekräftig: Er unterscheidet nicht zwischen Muskeln und Fett.

Aussagekräftiger ist oft das Taillen-Hüft-Verhältnis (WHR). Es berücksichtigt das Bauchfett und den Unterschied zwischen Frauen und Männern.

Das „Idealgewicht“, das manche Waagen aus dem BMI errechnen, ist nur ein Richtwert. Ihr persönliches Wunschgewicht legen Sie am besten gemeinsam mit Ihrer Therapeutin fest.

Sie möchten Ihre Ernährung mit persönlicher Begleitung umstellen? Finden Sie eine Sanguinum Therapeutin in Ihrer Nähe.

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