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Abnehmen in den Wechseljahren: Was sich ändert, was hilft

In den Wechseljahren verändert sich der Körper – und oft auch das Gewicht. Was dahintersteckt und welche Gewohnheiten jetzt am meisten bewirken.

Seelachsfilet auf Fenchel-Paprika-Gemüse

Viele Frauen merken es zuerst an der Hose: Sie essen wie immer, bewegen sich wie immer – und trotzdem sitzt sie enger. In den Wechseljahren ist das keine Einbildung. Der Körper stellt sich um, und mit ihm verändert sich, wie er mit Energie umgeht.

Die gute Nachricht: Ihre Gewohnheiten haben weiterhin großen Einfluss. Oft größeren, als Sie denken.

Was in den Wechseljahren passiert

Die Wechseljahre, in der Fachsprache Klimakterium, beginnen meist zwischen 45 und 55 und können sich über mehrere Jahre ziehen. Die Eierstöcke bilden nach und nach weniger Östrogen und Gestagen. Der Zyklus wird unregelmäßiger, bis die Periode ganz ausbleibt.

Wichtig ist: Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Sie sind eine natürliche Lebensphase, die oft mit beruflichen und familiären Veränderungen zusammenfällt. Manche Frauen spüren kaum etwas, andere erleben Hitzewallungen, unruhige Nächte oder innere Anspannung. Bei starken Beschwerden ist die Frauenärztin die richtige Ansprechpartnerin.

Warum das Gewicht jetzt leichter steigt

Meist kommen mehrere Dinge zusammen:

  • Hormone: Mit dem sinkenden Östrogenspiegel verändert sich oft, wo der Körper Fett speichert – häufiger an Bauch und Hüfte.
  • Muskeln: Mit den Jahren nimmt die Muskelmasse ab, wenn man nichts dagegen tut. Weniger Muskeln bedeuten einen geringeren Energiebedarf in Ruhe.
  • Schlaf und Stress: Unruhige Nächte und viel Anspannung können die Lust auf Süßes und schnelle Snacks steigern.
  • Gewohnheiten: Wer weiter isst wie mit 35, sich aber weniger bewegt, nimmt fast zwangsläufig zu.

Keiner dieser Punkte ist Schicksal. An jedem können Sie ansetzen.

Was jetzt am meisten bewirkt

Ernährung umstellen statt hungern. Strenge Diäten gehen besonders auf Kosten der Muskeln – genau das, was Sie jetzt erhalten wollen. Besser ist eine Ernährung mit viel Gemüse, ausreichend Eiweiß aus Fisch, Geflügel, Eiern, Milchprodukten oder Hülsenfrüchten, guten Ölen und weniger Weißmehl und Zucker.

Eiweiß bei jeder Mahlzeit. Eiweiß macht satt und trägt zur Erhaltung der Muskelmasse bei. Ein Ei zum Frühstück, Quark als Zwischenmahlzeit, Fisch oder Hähnchen am Abend – so kommt über den Tag genug zusammen.

Muskeln fordern. Zwei- bis dreimal pro Woche Krafttraining, Pilates oder zügiges Treppensteigen – Hauptsache, die Muskeln müssen arbeiten. Dazu Bewegung, die Freude macht: Radfahren, Wandern, Schwimmen.

Schlaf ernst nehmen. Feste Zeiten, ein kühles Schlafzimmer und keine späten, schweren Mahlzeiten helfen vielen Frauen, ruhiger zu schlafen. Wer ausgeschlafen ist, lässt die Keksdose am nächsten Tag leichter zu.

Stress sichtbar machen. Ein einfaches Stresstagebuch zeigt, wann die Anspannung steigt – und wann Sie aus Stress statt aus Hunger essen. Bewusste Pausen, Atemübungen, Autogenes Training oder ein Spaziergang nach Feierabend schaffen Ausgleich.

Jede Frau ist anders

In der Praxis zeigt sich immer wieder: Frauen in den Wechseljahren nehmen nicht grundsätzlich schwerer ab als jüngere. Entscheidend ist, den eigenen Körper und die eigenen Gewohnheiten zu kennen. Was bei der Freundin funktioniert, muss für Sie nicht passen.

Darum lohnt sich ein Plan, der zu Ihrem Alltag passt – mit Mahlzeiten, die Sie gern essen, und Zielen, die Sie erreichen können. Und mit Geduld: Der Körper braucht in dieser Phase etwas länger, um sich auf Neues einzustellen.

Sie möchten Ihre Ernährung mit persönlicher Begleitung umstellen? Finden Sie eine Sanguinum Therapeutin in Ihrer Nähe.

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